Wirtschaftsnobelpreis 2026: Die Amerikaner Robert Hall und Michael Woodford für ihre makroökonomische Forschung ausgezeichnet
Robert Hall und Michael Woodford, zwei US-amerikanische Ökonomen, erhalten den Wirtschaftsnobelpreis 2026. Laut BFM Business betreffen ihre Forschungsarbeiten die Erwartungen der Wirtschaftsakteure und die Gestaltung der Geldpolitik.
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Überblick
- Laut Le Monde und BFM Business geht der Wirtschaftsnobelpreis 2026 an die Amerikaner Robert Hall und Michael Woodford.
- Laut BFM Business wird Robert Hall vor allem für seine Forschung zur Nachfrage geehrt, darunter ein Aufsatz aus dem Jahr 1978.
- Laut BFM Business veröffentlichte Michael Woodford 2003 ein Werk, das einen neuen Ansatz für die Geldpolitik vorschlägt.
- Laut BFM Business sagt Michael Woodford, seine Ideen hätten nach 2008 die Fed und die EZB beeinflusst.
Zwei US-amerikanische Ökonomen ausgezeichnet
Le Monde meldete am 12. Oktober 2026, dass der Wirtschaftsnobelpreis 2026 an die Amerikaner Michael Woodford und Robert Hall vergeben wird. BFM Business zufolge wird die Auszeichnung, die von der schwedischen Zentralbank im Gedenken an Alfred Nobel verliehen wird, zwei Spezialisten für Makroökonomie ehren.
Ebenfalls laut BFM Business haben die beiden Preisträger keine gemeinsame Forschungsarbeit direkt verfasst. Sie gehören jedoch derselben Strömung an, die sich auf die Erneuerung wirtschaftspolitischer Instrumente in Krisenzeiten konzentriert.
Robert Hall: Konsum und Erwartungen
Laut BFM Business wird Robert Hall, Professor in Stanford, vor allem für seine Arbeiten zur Nachfrage geehrt. In einem Aufsatz aus dem Jahr 1978 widersprach er der alten Vorstellung, dass die Ressourcen der Haushalte ihr Konsumniveau bestimmen, und hält diese Vorstellung für falsch.
Das Medium gibt seine Argumentation wieder: Der Konsum sei sehr schwer vorherzusagen, da die Haushalte ihre Ausgaben über ihr gesamtes Leben verteilen und dabei ihr langfristiges Einkommen berücksichtigen. Dieses Einkommen verändere sich nur durch unvorhersehbare Ereignisse, etwa eine Entlassung oder eine Beförderung.
Daraus folgt laut BFM Business, dass die Erwartungen der Haushalte hinsichtlich Preisen und Einkommen stärker wiegen als ihr aktuelles Einkommen. Maßnahmen, die die Einkommen punktuell erhöhen, verändern die Nachfrage daher nicht stark und reichen nicht aus, um aus einer Krise herauszukommen.
Michael Woodford: Angebot und Preisfestsetzung
BFM Business zufolge teilt Michael Woodford diese Feststellung, hat sich jedoch mit dem Angebot beschäftigt. Die Akademie, die das Medium zitiert, befindet, dass er den Maßnahmen zur makroökonomischen Stabilisierung „mikroökonomische Fundamente“ verliehen habe.
Als Professor an der Columbia University veröffentlichte er 2003 das Werk Interest and Prices: Foundations of a Theory of Monetary Policy, in dem er ein neues Verständnis der Geldpolitik vertritt. Laut BFM Business vertritt er darin die These, dass Unternehmen ihre Preise unvollkommen festsetzen, und zwar auf Grundlage dessen, was sie über die Entwicklung ihrer Kosten erwarten. Das Medium veranschaulicht dies mit einem Eisverkäufer, der zu Saisonbeginn eine Karte mit Preisen druckt, die für den ganzen Sommer gelten sollen.
Eine Wirkung auf die Zentralbanken
Laut BFM Business erklärte Michael Woodford selbst am Morgen der Bekanntgabe, dass diese Ideen das Handeln der Fed und der EZB nach der Finanzkrise von 2008 verändert hätten.
Das Medium nennt die „Forward Guidance“, also die vorausschauende Kommunikation: Eine Zentralbank beschränkt sich nicht darauf, ihre Zinsen anzuheben oder zu senken, sondern erläutert auch ihre Absichten. BFM Business erklärt, dass das Ziel darin bestehe, die Akteure, insbesondere die Unternehmen, zu beruhigen, damit sie aufgrund fehlender Planungssicherheit nicht zu vorsichtig oder pessimistisch werden.
Analyse: Erwartungen als gemeinsamer Nenner
Diese Analyse stützt sich ausschließlich auf die von BFM Business berichteten Angaben. Die beiden Preisträger untersuchen unterschiedliche Aspekte, der eine die Nachfrage der Haushalte, der andere die von Unternehmen festgesetzten Preise. In beiden Fällen nehmen die Erwartungen der Wirtschaftsakteure eine zentrale Stellung ein, was die vom Medium hergestellte Verbindung erklärt.
Eine Einschränkung ist zu beachten: Der Text von Le Monde konnte nur anhand seines Titels eingesehen werden. Die Einzelheiten zu den Arbeiten stammen daher aus einer einzigen Quelle, BFM Business.
Quellen
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